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Wie Pret A Manger mit cleverem App-Design die Kundenbindung „braut“

Pret a manger OG image
Von Sue Azari
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  • Friction-free Rewards: Das QR-basierte Loyalty-System von Pret sorgt für eine hürdenlose User Experience mit einer kristallklaren Anzeige des Fortschritts.
  • Smart Push Strategy: Die Push-Benachrichtigungen basieren auf Permission Marketing mit perfektem Timing und einer starken Value Proposition – so konvertieren sie besser als klassische Ads.
  • User-Feedback-Loop: Die integrierte Feedback-Funktion zeigt den Fokus auf eine kontinuierliche Optimierung der User Experience.
  • Omnichannel-Gap: Die fehlende Click-and-Collect-Funktion hinterlässt eine Lücke in der Journey der User, die Wettbewerber bereits mit gezielten Ads und Features füllen.

Prets App serviert Perfektion beim Loyalty-Programm, lässt aber ein Gericht unvollendet

Haben Sie sich jemals Ihren morgendlichen Kaffee geholt und sich gewünscht, die Warteschlange komplett zu überspringen? Die App von Pret A Manger liefert eine erstklassige User Experience beim Loyalty-System, aber es fehlt eine entscheidende Zutat, die ihre digitale Strategie von gut zu unverzichtbar machen könnte.

Nach der Analyse unzähliger Retail-Apps habe ich gelernt, dass die besten Anwendungen nicht einfach nur bestehende Prozesse digitalisieren. Sie definieren die gesamte User Experience neu. Pret hat mit seinem Loyalty-First-Ansatz und der Beherrschung von Permission Marketing etwas Beeindruckendes aufgebaut, aber es gibt eine klare Chance, die sie ungenutzt lassen und die ihr Omnichannel-Game signifikant verbessern könnte.

Wie Pret QR-Codes nutzt, um die Loyalty-Simplicity zu perfektionieren

Wie Pret QR-Codes nutzt, um die Einfachheit der Loyalität zu perfektionieren

Das Treueprogramm von Pret ist nicht einfach nur ein weiteres Punktesystem. Es ist eine Masterclass darin, sämtliche Reibungspunkte aus dem Belohnungsprozess zu entfernen und eine nahtlose User Experience zu schaffen.

Ihre QR-basierte Membership liefert die heilige Dreifaltigkeit des Loyalty-Designs: scannen, sammeln, genießen. Keine komplexen Sign-up-Flows, keine vergessenen Passwörter, kein Suchen nach der Mitgliedskarte. User scannen einfach beim Checkout und sehen sofort ihren Fortschritt bei den Rewards.

Die Anzeige der Belohnungen verdient besondere Anerkennung. Anstatt Punkte in unübersichtlichen Dashboards zu verstecken, zeigt Pret den Usern exakt, was sie bereits verdient haben und was als Nächstes ansteht. Diese Transparenz baut Vorfreude auf und steigert die Wiederkaufsrate. Wenn User klar sehen, dass sie nur noch zwei Kaffees von einem kostenlosen Lunch entfernt sind, fällt die Entscheidung für den nächsten Kauf deutlich leichter.

Die Belohnungsanzeige verdient besondere Anerkennung

Ihr Store Locator funktioniert wie ein persönlicher Pret-Radar, der loyalen Usern hilft, ihren nächsten Kaffee zu finden, egal wo sie gerade sind. Dieser geografische Convenience-Faktor sollte nicht unterschätzt werden. Wenn die App zum Go-to-Tool für die Standortsuche wird, entsteht ein mächtiger Habit-Loop, der weit über reine Loyalty-Rewards hinausgeht.

Ihr Filialfinder

Einblick in die Permission-Marketing-Strategie von Pret

Hier glänzt Pret richtig. Ihr Ansatz bei App Tracking Transparency (ATT) und Push-Benachrichtigungen zeigt, dass sie verstehen: Permission ist nicht nur eine Compliance-Frage, sondern dient dem Beziehungsaufbau.

Der maßgeschneiderte Opt-in-Flow liefert genau das, was Permission Marketing ausmacht: klare Value Propositions zum exakt richtigen Zeitpunkt mit dem präzise passenden Messaging. Anstatt generischer Abfragen wie „Wir möchten Ihnen Mitteilungen senden“, erklärt Pret spezifisch, wie Benachrichtigungen die User Experience rund um den Kaffee verbessern.

Diese Timing-Strategie zahlt sich aus. Indem sie zuerst den Mehrwert der App zeigen und erst danach nach Berechtigungen fragen, bauen sie Vertrauen auf, bevor sie Daten abfragen. User, die den Benefit verstehen, entscheiden sich weitaus wahrscheinlicher für ein Opt-in – und bleiben auch dabei.

Aus Sicht des Measurement wirkt sich dieser Ansatz direkt auf die Datenqualität und die Möglichkeiten zur Kampagnenoptimierung aus. Höhere ATT-Opt-in-Raten bedeuten eine bessere Sichtbarkeit in der Attribution, was wiederum ein präziseres Audience-Targeting und eine optimierte ROAS-Steuerung ermöglicht. Wenn User bereitwillig Daten teilen, nachdem sie den App-Value erlebt haben, sind die daraus resultierenden Insights repräsentativer für das echte User-Verhalten.

Innerhalb von Prets Erlaubnismarketingstrategie

Ihr Prozess zur Feedback-Erfassung unterstreicht diesen Relationship-First-Ansatz. Indem Pret kontinuierlich User-Input für Verbesserungen sammelt, zeigt das Unternehmen, dass sich die App basierend auf den Bedürfnissen der Kunden entwickelt und nicht auf internen Annahmen. Dies schafft einen positiven Kreislauf, in dem engagierte User die User Experience für zukünftige User aktiv mitgestalten.

Was noch fehlt: Die Click-and-Collect-Potenziale, die Wettbewerber bereits ausschöpfen

Obwohl Pret bei Loyalty und Permission Marketing glänzt, lassen sie eine große Chance ungenutzt. Aktuell bietet ihre App keinerlei Bestellfunktionen.

Das wird besonders deutlich, wenn man sich anschaut, was Wettbewerber wie Starbucks oder Caffè Nero erreichen. Diese Brands haben Order-ahead-Funktionen zum Herzstück ihrer User Experience gemacht und damit einen echten Nutzen geschaffen, der weit über das Sammeln von Rewards hinausgeht.

Für vielbeschäftigte Professionals, die ihren Kaffee zwischen zwei Meetings holen, ist die Möglichkeit, vorab zu bestellen und die Warteschlange zu überspringen, nicht nur bequem – sie ist ein Gamechanger. Diese User werden loyaler, und zwar nicht wegen der Punkte, sondern weil die App ein reales Alltagsproblem löst.

Die Infrastruktur ist bereits vorhanden. Prets bestehender Store Locator zeigt Echtzeit-Standortdaten und könnte problemlos mit Bestellfunktionen verknüpft werden. Stellen Sie sich vor, man kombiniert das aktuelle Loyalty-System mit der Option, die übliche Bestellung für Dienstagmorgen aufzugeben, damit sie bei der Ankunft bereitsteht. Das ist nicht nur Convenience, das schafft eine unverzichtbare tägliche Routine.

Aus Sicht der Attribution würde eine Click-and-Collect-Funktionalität messbare Touchpoints schaffen, die digitales Engagement direkt mit Offline-Revenue verknüpfen. Wenn loyale User derzeit die App nutzen, um Stores zu finden, aber dann persönlich vor Ort kaufen, bleibt diese Conversion oft ungemessen. Order-ahead-Funktionen würden diesen Attribution-Loop schließen und eine klare Sichtbarkeit darüber bieten, wie das App-Engagement die tatsächlichen Sales antreibt.

AppsFlyer Tipp: Smartes Deep Linking kann die Art und Weise, wie User in Food- und Beverage-Apps zwischen den Kanälen wechseln, grundlegend verändern. Leiten Sie User von Order-Confirmation-Emails direkt zu den Abholstatus-Screens oder von Loyalty-Push-Notifications direkt in ihr Rewards-Dashboard. So schaffen Sie nahtlose Übergänge, die Abbrüche reduzieren und die gesamte User Experience verbessern.

Die Wettbewerbslandschaft, in der sich Pret bewegt

Der Markt für Kaffee-Apps ist mittlerweile extrem umkämpft, da etablierte Player die Messlatte für Funktionalität sehr hoch gelegt haben. Starbucks hat Millionen von Usern daran gewöhnt, Order-ahead-Funktionen als Standard zu erwarten. Caffè Nero kombiniert Loyalty-Rewards nahtlos mit Vorbestellungen.

Dadurch entsteht ein User Expectation Gap. Wenn Kunden bei einer Kaffeekette ein frictionless Ordering erleben, erwarten sie das bald überall. Das Loyalty-Programm von Pret ist exzellent, aber ohne Bestellfunktion verlangen sie von ihren Usern im Grunde, verschiedene Apps für unterschiedliche Kaffee-Erlebnisse zu nutzen.

Die Opportunitätskosten steigen, während Wettbewerber ihre digitalen Kapazitäten weiter ausbauen. Jeder Monat ohne Click-and-Collect-Funktionalität bedeutet verpasste Chancen, das Habitual Usage von Usern abzugreifen, die sich zunehmend an digitale Ordering-Prozesse gewöhnt haben.

Von hervorragender Loyalty zu unverzichtbarer Utility

Das Fundament der App von Pret ist solide. Sie haben die Grundlagen von Loyalty-Design und Permission Marketing perfektioniert. Doch die nächste Evolutionsstufe erfordert den Schritt weg von der bloßen Belohnung von Käufen hin zu deren effizienterer Abwicklung.

Die Integration einer Click-and-Collect-Funktionalität würde ihre bestehenden Stärken nutzen und gleichzeitig die offensichtliche Lücke schließen. Ihr klares Rewards-Display könnte Order-ahead-Rabatte anzeigen. Ihre Expertise im Permission Marketing könnte perfekt getimte Abhol-Benachrichtigungen steuern. Ihr Store Locator könnte zu einem Zielwähler für Bestellungen werden.

Es geht hier nicht nur darum, mit den Features der Wettbewerber gleichzuziehen. Es geht darum, eine vollständige digitale Coffee-Experience zu schaffen, die die App unverzichtbar macht, statt nur hilfreich zu sein. Wenn Ihre App für die User der schnellste Weg wird, das zu bekommen, was sie wollen, folgt die Loyalty ganz natürlich.

Die Herausforderung beim Measurement besteht hier darin zu verstehen, wie die App-Funktionalität sowohl unmittelbare Conversions als auch langfristige Loyalty antreibt. Ohne eine präzise Attribution, die das App-Engagement mit den In-Store-Käufen verknüpft, können Brands die Features, auf die es wirklich ankommt, nicht optimieren. Dies erfordert ein umfassendes Measurement, das die gesamte Customer Journey erfasst – vom ersten App-Download bis hin zum wiederholten Kaufverhalten über alle Kanäle hinweg.

Zusammenfassung

  • Loyalty-Programme gewinnen durch Simplicity und Transparenz: Prets QR-System mit klarer Fortschrittsanzeige eliminiert Friction und weckt Vorfreude auf wiederholte Visits.
  • Permission Marketing funktioniert, wenn der Value an erster Stelle steht: Den App-Nutzen zu zeigen, bevor die Datenfreigabe angefragt wird, steigert die Opt-in-Raten und das langfristige Engagement drastisch.
  • Wettbewerbslücken werden zu User Expectation Gaps: Wenn Wettbewerber die User an bestimmte Funktionalitäten gewöhnen, muss jede Brand in der Kategorie irgendwann nachziehen oder verliert an Relevanz.
  • Order-ahead-Funktionalität ist mehr als nur Convenience, sie schafft Gewohnheiten: Apps, die tägliche Probleme lösen, werden unverzichtbar statt nur gelegentlich nützlich.
  • Omnichannel-Experiences erfordern die Verknüpfung von digitalem Engagement mit physischen Ergebnissen: Die Messung, wie App-Features das In-Store-Verhalten beeinflussen, hilft dabei, auf den echten Business-Impact statt nur auf App-Metriken zu optimieren.

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Sue Azari

Sue Azari

Sue ist Industry Lead bei AppsFlyer und spezialisiert auf e-Commerce Best Practices, Trends und Insights. Sie verfügt über zehn Jahre Marketing-Erfahrung und war bereits für verschiedene große e-Commerce-Unternehmen sowie Start-ups tätig. Sue besitzt umfassende Expertise in der Durchführung und Messung von Multi-Channel-Kampagnen über einen breiten MarTech-Stack hinweg.

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