46 % aller AI-Chat-Anfragen drehen sich um Reporting: Hypercasual setzt auf Speed, Midcore und Casino gehen in die Tiefe
66 % des iOS-IAP-Umsatzes stammen aus westlichen Ländern, während Emerging Markets das IAA-Wachstum antreiben
2.400–2.600 Creative-Variationen pro Quartal bei Top-Spender-Gaming-Brands (+25–30 % YoY)
Das goldene Zeitalter des Gaming-Marketings
Das Paradoxon ist offensichtlich: KI macht das Entwickeln und Gestalten einfacher, aber das Auffallen exponentiell schwerer. Im Jahr 2025 hat sich der Flaschenhals von der Produktion hin zur Aufmerksamkeit verlagert. Die Content-Erstellung ist explodiert, die Spielentwicklung hat sich beschleunigt und Creative-Variationen haben sich vervielfacht – doch die Zielgruppe ist nicht im gleichen Tempo gewachsen. Mehr Spiele denn je konkurrieren um denselben Player-Pool, häufig über mehrere Plattformen hinweg. Nur außergewöhnliches Marketing, gestützt auf ein starkes Datenfundament, kann sich jetzt noch aus der Masse abheben. KI hat Kapazitäten demokratisiert, die einst AAA-Studios vorbehalten waren. Jedes Team kann heute Code, Mechaniken, Modelle und Animationen in Präzedenzlos hoher Geschwindigkeit generieren. Entwicklungszyklen haben sich verkürzt, Creative-Testing hat sich beschleunigt und Paid-Kanäle füllen sich mit mehr Spielen, die schneller lauchen als je zuvor.Gleichzeitig sind die Player Journeys fragmentierter geworden, da sich Discovery, Engagement und Monetarisierung zunehmend über Mobile, Web, PC, Konsole und Social-Flächen erstrecken. Die Daten spiegeln diese Skalierung und Komplexität wider: Der Paid-Install-Share stieg, Ad Impressions legten massiv zu, die Creative-Produktion expandierte und UA-Budgets flossen weiterhin in zunehmend überlaufene Kanäle.Um diesen Datenmengen gewachsen zu sein, wurden KI-Tools fest in tägliche Workflows integriert. Der Großteil der KI-Assistant-Anfragen konzentriert sich mittlerweile auf Reporting und Performance-Breakdowns, da Teams nach schnellerer Transparenz über stetig wachsende Datenvolumina suchen. Kurz gesagt: Das Produktionsproblem ist weitgehend gelöst, aber das Aufmerksamkeits-Problem hat sich verschärft. Der Erfolg im Jahr 2026 gehört Teams, die Daten aus verschiedenen Quellen nahtlos zusammenführen, um das Rauschen und die Fragmentierung zu durchdringen, die durch KI-getriebenes Skalieren und plattformübergreifendes Nutzerverhalten entstehen. Unified Data allein reicht jedoch nicht aus. Teams müssen auch verstehen, wo Aufmerksamkeit und Value tatsächlich entstehen: wie sich Plattformen unterscheiden, welche Genres und Regionen Momentum zeigen und wo die Budgetallokation auf der Basis valider Signale statt isolierter Silo-Views echte Returns liefert. Genau das liefert dieser Report. Wir analysieren, wie Gaming-Studios das Jahr 2025 gemeistert haben: wohin UA-Budgets geflossen sind, welche Genres und Regionen an Fahrt gewonnen haben, wie die Creative-Produktion über verschiedene Spend-Tiers hinweg skaliert ist und wo Publisher mit Hauptsitz in China ihre Präsenz ausgebaut haben. Zudem beleuchten wir den Wandel hin zu hybrider Monetarisierung, die Beschleunigung der Media-Diversifizierung auf iOS und wie die Nutzung von AI-Chats je nach Genre und Performance-Niveau der Teams variiert.
* Alle Ergebnisse beruhen auf vollständig anonymen und aggregierten Daten. Um die statistische Validität zu gewährleisten, halten wir uns an strenge Grenzwerte und Methoden und präsentieren nur Daten, die diese Bedingungen erfüllen.
Gaming-Genres gruppiert wie folgt:
Hypercasual Hypercasual
Casual: Puzzle, Party, Action, Match, Simulation, Tabletop, Kinder
Casino Social Casino
Midcore: Shooting, Strategie, RPG
KI flutet Gaming-Kanäle: Paid-UA-Anteil um 10 % gestiegen, Ad Impressions um 20 %
Der Paid-Install-Anteil mobiler Games stieg 2025 plattformübergreifend auf Android und iOS um 10 % im Jahresvergleich, während die Ad Impressions im selben Zeitraum um 20 % zulegten. Diese Zahlen verdeutlichen einen fundamentalen Wandel: Es gibt heute mehr Spiele, mehr Apps, mehr Produkte und weitaus mehr Creative-Variationen – was zu einem drastisch intensivierten Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Spieler führt.
Die treibende Kraft hinter dieser Transformation? Die doppelte KI-Revolution im Jahr 2025. Entwicklungs-Tools vereinfachten den Game-Build-Prozess, während Creative-Tools die Asset-Produktion massiv beschleunigten. Studios generieren Code, Mechaniken, Modelle und Animationen mittlerweile per KI – Kapazitäten, die einst AAA-Teams vorbehalten waren. Das Resultat: Mehr Spiele gelangen schneller auf den Markt und überschwemmen die Kanäle mit Creative-Variationen.
Auf Plattformebene neigt Android mit einem Paid-Install-Anteil von 59 % stark zur bezahlten Akquise, primär getrieben durch Discovery- und Expansions-Budgets in nicht-westlichen Märkten. iOS liegt bei einem Paid-Share von 44 %, was auf eine stärkere organische Strahlkraft sowie höhere Media-Kosten zurückzuführen ist, die eine Reibung bei der Akquise erzeugen.
Auf Genreebene zeigen sich deutliche Muster: Hypercasual-Spiele bleiben am stärksten von Paid Traffic abhängig (83 % auf Android, 72 % auf iOS), da sie voll auf schnelles, bezahltes Wachstum optimiert sind. Kurze Lebensspannen, niedrige Retention und werbebasierte Monetarisierung führen dazu, dass organisches Wachstum strukturell nicht ausreicht, um die Skalierung aufrechtzuerhalten. Casual Games verzeichneten auf Android einen Sprung um 18 % auf nunmehr 54 %, während Midcore auf iOS einen Anstieg von 32 % verzeichnete und 24 % erreichte.
Regionale Unterschiede offenbaren weitere Komplexitäten: Im US-Markt verzeichneten Android Casual Games 2025 einen Anstieg des Paid-Shares um 18 %, während iOS Midcore um 25 % und Hypercasual um 10 % zulegten. Der UK-Markt zeigte ein aggressives Paid-Share-Wachstum auf iOS über mehrere Genres hinweg: Casino (+13 %), Hypercasual (+10 %) und Midcore (+30 %), was die hohe Wettbewerbsintensität in den kaufkräftigen westlichen Märkten unterstreicht.
Nicht-westliche Märkte wie Vietnam und Türkei weisen bei Casual- und Midcore-Genres ein organischer geprägtes Profil auf – während Hypercasual auch hier als Ausreißer stark auf Paid-Modelle angewiesen bleibt.
Paid-Install-Anteil im Zeitverlauf nach Subkategorie
Gaming-UA-Spend erreicht 25 Mrd. $ im Jahr 2025: iOS legt zu, Casual dominiert
Mobile Games gaben im Jahr 2025 insgesamt 25 Milliarden US-Dollar für User Acquisition (UA) aus – ein Plus von 3,8 % im Vergleich zu 2024, wobei iOS um 6 % und Android um 2 % zulegten (das Wachstum im Non-Gaming-Bereich lag deutlich höher). Trotz der Marktanteilsdominanz von Android liegen die Ausgaben auf Googles Plattform nur 8 % höher. Die Perfomance auf iOS hat sich nach ATT stabilisiert, was für neues Vertrauen und ein stärkeres Budgetwachstum sorgt.
Die UA-Budgets im Gaming-Sektor bleiben stark auf westliche Märkte konzentriert, wo iOS die treibende Kraft ist. Fast 50 % flossen allein in die USA – was sowohl das Monetarisierungspotenzial als auch den intensiven Wettbewerb widerspiegelt, der zu hohen Media-Kosten führt. Dennoch lagen die Werbeausgaben in den USA im Jahresvergleich um 5 % niedriger. Hohe Kosten und starker Wettbewerb erschweren es, inkrementelle Skalierung zu rechtfertigen. Die Türkei und Indien verzeichneten hingegen ein Spend-Plus von 29 % bzw. 19 %.
Genre-spezifische Ausgabenmuster offenbaren strategische Prioritäten: Plattformübergreifend binden Casual Games über 50 % des gesamten UA-Ad-Spends an sich und balancieren Skalierung sowie Monetarisierung durch die Kombination von IAA und IAP aus. Dennoch sanken ihre UA-Ausgaben auf Android im Jahresvergleich um -7 % (mit Rückgängen in allen sechs Top-Märkten: USA, UK, Japan, Südkorea, Deutschland und Frankreich) und blieben auf iOS weitgehend stabil (+1 %).
Midcore Games legten auf iOS kräftig zu (+26 %), blieben auf Android jedoch unverändert. Die Ad Dollars des Genres schossen auf iOS in den USA um 43 % und im Vereinigten Königreich um 28 % nach oben, während die Budgets in Japan (-25 %) und Südkorea (-14 %) einbrachen.
Hypercasual Games zeigten drastische Plattformunterschiede: Android verzeichnete insgesamt einen Anstieg von 14 % YoY, getrieben durch Indien (+60 %), Mexiko (+36 %), Südafrika (+34 %) und die USA (+6 %). Auf iOS brach das Genre um -14 % ein (wobei die USA und das Vereinigte Königreich jeweils um -16 % nachgaben), was verdeutlicht, dass die Wirtschaftlichkeit von Hypercasual aufgrund günstigerer Skalierung auf Android besser funktioniert.
App-Install-Werbeausgaben nach Plattform in den wichtigsten Märkten 2025 (USD) *
UA-Share von Publishern mit Hauptsitz in China steigt weltweit um 22 % YoY auf 35 %
Chinesische Gaming-Publisher haben ihre globale Präsenz im Jahr 2025 erheblich ausgebaut: Ihr Anteil am Gaming-UA-Spend außerhalb Chinas stieg im Jahresvergleich um 22 % und macht nun 35 % des Gesamtmarktes aus. Das Wachstum verlief je nach Plattform unterschiedlich: Auf Android legte der UA-Spend chinesischer Publisher im Jahresvergleich um 29 % zu, während er auf iOS um 10 % stieg. In absoluten Zahlen ausgedrückt ist der gesamte Gaming-UA-Spend von Publishern mit Hauptsitz in China auf Android mittlerweile etwa doppelt so hoch wie auf iOS.
Android ermöglicht globale Reichweite, schnellere Creative-Iterationen und kosteneffizientes Testen in großem Maßstab. iOS nimmt eine selektivere Rolle ein – fokussiert auf Märkte und Genres, in denen das Monetarisierungspotenzial die höheren Akquisekosten rechtfertigt.
Das Wachstum wurde von Hypercasual- und Casual-Games angeführt, deren UA-Anteil im Jahresvergleich um 61 % bzw. 28 % stieg, während auch Midcore Marktanteile hinzugewann (+8 %). Hypercasual und Casual dienen als hürdenfreier Einstiegspunkt für ein globales Publikum und ermöglichen eine schnelle Lokalisierung sowie Creative-Anpassung, wohingegen komplexere Genres nach erreichter Skalierung die langfristige Wertschöpfung sichern.
Chinesische Publisher verzeichneten starke Zugewinne in hochkompetitiven westlichen Märkten, darunter die USA (+15 %), das Vereinigte Königreich (+26 %), Deutschland (+31 %) und Frankreich (+34 %) – was belegt, dass Creative-Lokalisierung kulturelle Barrieren erfolgreich überwunden hat.
Die Zuwächse in Japan (+25 %) und Südkorea (+37 %) stehen für eine Verdrängung von Wettbewerbern in reifen Märkten, die bisher von lokalen Publishern dominiert wurden.
Lateinamerika hat sich zu einer zentralen Wachstumsregion entwickelt, allen voran Mexiko (+58 %) und Brasilien (+17 %) – getrieben von der Android-Skalierung und starken Performances werbefinanzierter sowie hybrider Monetarisierungsmodelle.
YoY-Veränderung (%) beim UA-Spend-Anteil chinesischer Gaming-Apps
Westliche Märkte sichern sich 60 % des IAP-Umsatzes, Emerging Markets treiben IAA-Wachstum voran
Westliche Märkte dominieren die globale Umsatzlandschaft: Sie stehen für 55 % der In-App-Purchase-Einnahmen (IAP) auf Android und für einen deutlich höheren Anteil von 66 % auf iOS. Die USA führen das Feld an – mit 45 % des weltweiten iOS-Spends, aber nur 32 % auf Android. Dieser Abstand zwischen den Plattformen unterstreicht die überproportionale Kaufkraft von Apple-Nutzerinnen und -Nutzern in reifen Märkten.
Im Midcore-Genre entfallen rund 40 % des gesamten IAP-Umsatzes der 15 analysierten Top-Märkte auf Japan, Vietnam und Südkorea.
Brasilien und Indien verzeichneten Einbrüche beim Casual-IAP-Umsatz (-37 % bzw. -35 %), während Südafrika zulegen konnte und der iOS-IAP um 31 % stieg. Frankreich verzeichnete auf Android Zugewinne über mehrere Genres hinweg: Casino (+29 %), Casual (+11 %), Hypercasual (+39 %) und Midcore (+12 %). In Vietnam sank der Hypercasual-Ad-Revenue auf beiden Plattformen (-23 % Android und -37 % iOS), während Casino zulegen konnte (Android +17 %, iOS +9 %).
Westliche Länder halten einen noch größeren Anteil am In-App-Advertising-Umsatz (IAA): 81 % auf iOS im Vergleich zu 65 % auf Android.
Mehrere Schwellenländer zeigen schnelles Wachstum bei den werbebasierten Einnahmen. Die Türkei verzeichnete ein Plus von 25 % beim IAA-Umsatz über alle Genres hinweg, wobei Casino auf iOS um 110 % und auf Android um 33 % nach oben schoss.
Das Casino-Genre zeigt in den meisten Märkten plattformübergreifend ein konstant positives Jahreswachstum (YoY).
IAP-Umsatzverteilung nach Ländern in den Top-Märkten
IAA-Umsatzverteilung nach Ländern in den Top-Märkten
Hybride Monetarisierung legt um 7 % zu – bleibt aber weiterhin in der Minderheit
Die Monetarisierungslandschaft im Mobile Gaming befindet sich weiterhin im strukturellen Wandel: 2025 stiegen 7 % mehr Apps von Single-Revenue-Modellen (reines In-App-Purchase/IAP oder reines In-App-Advertising/IAA) auf hybride Monetarisierung um. Hybride Setups konvertieren einen Teil der Nutzer zu zahlenden Kunden, während Nicht-Zahler über Ads monetarisiert werden – was dabei hilft, den gesamten Average Revenue Per Daily Active User (ARPDAU) über die komplette Player-Base hinweg zu maximieren.
Dennoch ist die Hybrid-Adoption weit davon entfernt, flächendeckend zu sein. Insgesamt nutzen derzeit weniger als 30 % aller Games hybride Modelle, wobei erhebliche Unterschiede nach Genre bestehen. Die Hybrid-Penetration bleibt bei Midcore (15 %) und Casino (20 %) am geringsten, während Casual (33 %) und Hypercasual (32 %) höhere – wenn auch weiterhin in der Minderheit liegende – Werte in Richtung Hybrid-Casual aufweisen.
Auf Android verlieren traditionelle IAA-Modelle schrittweise an Boden gegenüber Hybrid. Während Casino-Games mit einem durchschnittlichen Anteil von 72 % fest im IAP verwurzelt bleiben, verzeichneten reine IAA-basierte Casino-Titel einen Rückgang um 33 % – bei gleichzeitigem Wachstum der Hybrid-Adoption von fast 20 %. Midcore-Spiele sind noch stärker spezialisiert: 80 % setzen nach wie vor ausschließlich auf IAP, wenngleich reine IAA-Midcore-Titel um 12 % zurückgingen, da einige in Richtung Hybrid-Setup schwenken. Steigende Entwicklungs- und UA-Kosten stellen die Machbarkeit von Ad-Only-Modellen für komplexere Titel zunehmend infrage.
Das iOS-Ökosystem spiegelt diese Trends wider, weist jedoch eine höhere IAP-Grundkonzentration auf. Casino-Games auf iOS basieren zu 65 % auf IAP, bei Midcore-Titeln sind es sogar 83 %. Selbst Hypercasual-Games, die historisch von Ad-Revenue dominiert wurden, bewegen sich weiter in Richtung Hybrid mit einem Adoptionsplus von 10 %.
Insgesamt steuert die Branche schrittweise auf „Hybrid-Casual“-Designs zu, die einfache Mechaniken mit tiefgreifenderen Monetarisierungsebenen kombinieren. Obwohl Hybrid derzeit noch ein Minderheitenansatz bleibt, deutet die stetige Expansion darauf hin, dass Studios aktiv nach widerstandsfähigeren Monetarisierungs-Mixen suchen, anstatt etablierte Modelle komplett aufzugeben.
Entwicklung des App-Shares nach Monetarisierungsmodell
Paid-Install-Wachstum verlagert sich jenseits der Top-Märkte: Midcore führt die Expansion an
Die Entwicklung der Paid Installs im Jahr 2025 zeigt eine deutliche Spaltung zwischen reifen Skalierungsmärkten und neuen Wachstumstreibern. Während die Top-Märkte nach wie vor das Groß der Paid-Volumina stellen, kommt das Momentum in einzelnen Kategorien zunehmend aus mittleren und Emerging Regions.
In den größten Märkten hat sich das Wachstum über mehrere Kategorien hinweg verlangsamt oder ist ins Negative gedreht. Die USA verzeichneten im Jahresvergleich Rückgänge bei den Paid Installs in den Bereichen Casual, Hypercasual und Midcore – ein Zeichen für strengere Effizienzschwellen und ein erschwertes marginales Skalieren. Auch Brasilien, Mexiko und die Türkei erlebten Kontraktionen auf Gesamtebene, wobei Hypercasual und Casual am stärksten unter Druck standen. Diese Rückgänge wurden größtenteils durch Android getrieben, während iOS ein selektiveres Skalierungsverhalten aufweist.
Midcore bleibt die herausragende Wachstumskategorie außerhalb der Top-Märkte. Kräftige YoY-Zuwächse zeigen sich in Bangladesch (+135 %) und Bulgarien (+90 %), die mittlerweile für substanzielle Paid-Install-Volumina im Midcore-Bereich stehen. Tiefgründiges Gameplay erreicht damit immer breitere Zielgruppen in Schwellenländern.
Casual Games dominieren weiterhin das weltweite Paid-Install-Volumen, jedoch verlagert sich das inkrementelle Wachstum geografisch. Schnellwachsende Emerging Markets in Afrika wie Nigeria (+85 %), Kenia (+72 %) und Südafrika (+37 %) treiben die Casual-Expansion voran und kompensieren die Stagnation in reifen Regionen. Casual stützt sich somit zunehmend auf geografische Expansion statt auf tiefere Penetration in etablierten Märkten.
Hypercasual zeigt ein selektives, kostengetriebenes Wachstum anstelle einer breiten Erholung. Zugewinne beschränken sich auf effiziente Märkte wie Kenia und Bulgarien (ca. +20–30 %), während die meisten Top-Märkte stagnieren oder rückläufig sind – was den anhaltenden ROI-Druck widerspiegelt.
Das Wachstum im Casino-Bereich konzentriert sich auf kaufkräftige, regulierte europäische Märkte wie Frankreich, Rumänien und Polen, während es in großen Schwellenländern verhalten bleibt.
Veränderung der Paid Installs im Jahresvergleich (2025 vs. 2024 in %)
Alle Genres nutzen AI-Chats für Speed – Midcore und Casino gehen in die Tiefe
Die Nutzung von AI-Chats in Mobile-Gaming-Teams wird von Performance-Monitoring und Ad-hoc-Analysen dominiert. Über alle Genres hinweg fällt knapp die Hälfte aller Fragen in die Kategorie Reporting und Breakdowns (46 %). Teams setzen KI somit primär als On-Demand-Analytics-Assistant und weniger als strategischen Berater ein.
Hypercasual-Teams fokussieren sich am stärksten auf das Reporting: Fast 50 % ihrer Anfragen dienen der unmittelbaren Performance-Transparenz. Die schnellen Iterationszyklen und kurzen Lebensspannen des Genres führen dazu, dass Transparenz bei Installs, Revenue und Campaign-Performance vor tiefgehenden Ursachenanalysen priorisiert wird.
Der zweithäufigste Anfragetyp, Winners, Losers & Leaderboards (16 % insgesamt), zeigt, wie KI Entscheidungsprozesse beschleunigt. Casual- und Hypercasual-Teams nutzen KI, um schnell zu identifizieren, was skaliert und was gecuttet werden muss – sie setzen das Tool somit für operative Effizienz statt für langfristige Planung ein.
Midcore- und Casino-Teams verfolgen einen anderen Ansatz. Diese Genres verzeichnen einen höheren Anteil an Fragen zu Veränderungserklärungen und Anomaly-Diagnosen, wobei Midcore hier 15 % erreicht. High-LTV-Spiele nutzen KI nicht nur zur Performance-Beobachtung, sondern um Schwankungen zu interpretieren, Ursachen zu untersuchen und Entscheidungen in den Bereichen Live-Ops und Monetarisierung über längere Horizonte hinweg abzusichern.
Vergleiche und Benchmarking nehmen bei Midcore und Casino eine zentralere Rolle ein. Teams kontextualisieren ihre Performance gegenüber früheren Perioden, Geos oder Peers, anstatt rein auf kurzfristige Ergebnisse zu reagieren.
Casual zeigt einen vergleichsweise hohen Anteil an Explain & Summarize-Anfragen. KI fungiert hier als Übersetzer, der Teams hilft, komplexe Daten-Outputs in leicht verständliche Insights für verschiedene Stakeholder zu transformieren.
Creative-fokussierte Fragen machen über alle Genres hinweg weiterhin einen kleineren Anteil aus. KI wird eher für das Performance-Verständnis genutzt als für Creative-Ideation oder -Iterationen.
Aufteilung der AI-Assistant-Fragen nach Anfragetyp *
Top-Spender steigern Creative-Output um 25–30 % YoY auf 2.400–2.600 Variationen pro Quartal
Creative-Performance im Gaming bleibt ein Zahlenspiel. Winning Ads zu finden wird zunehmend schwerer, und nachhaltiger Erfolg hängt davon ab, die Testing-Geschwindigkeit über die Zeit hochzuhalten. Top-Spender ($4M+ pro Quartal) agieren mit genau dieser Realität im Blick: Sie haben ihren Output im Jahr 2025 auf 2.400–2.600 Creatives pro Quartal gesteigert – ein Plus von 25–30 % im Jahresvergleich. Selbst bei sinkender Akquise-Effizienz sichern sich diese Advertiser ihren Creative-Scale als zentralen Wettbewerbsvorteil.
Kleinere Advertiser (unter $500K pro Quartal) bauten ihre Produktion um 20–40 % YoY aus, da sie erkannten, dass das bisherige Output-Niveau zu niedrig war, um konkurrenzfähig zu bleiben. KI-gestützte Produktion, schnellere Iterationen und Automatisierung ermöglichen es diesen Teams, kosteneffizient zu skalieren und den Rückstand zu verringern, ohne die Ressourcen proportional aufzustocken.
Das Mittelfeld teilt sich in zwei Wege. Advertiser im unteren Mittelfeld ($0,5–1M pro Quartal) verzeichnen stagnierende oder rückläufige Creative-Volumina YoY. Diese Teams befinden sich in einer schwierigen Lage: zu groß, um auf einfache Experimente zu setzen, aber ohne die industrialisierte Skalierung der Top-Spender. Ein Drosseln des Creative-Volumens verringert die Chance, gewinnbringende Formate genau dann zu identifizieren, wenn der Wettbewerb anzieht.
Advertiser im oberen Mittelfeld ($1–4M pro Quartal) verhalten sich eher wie die Top-Spender. Die Creative-Volumina bleiben stabil oder wachsen moderat in Richtung 1.000 Einheiten pro Quartal. Diese Teams wissen, dass sie direkt mit den Marktführern konkurrieren, und halten das Niveau durch bessere Tools und Optimierung aufrecht.
Mit den heute verfügbaren KI-gestützten Erstellungs-, Mess- und Optimierungstools liegt das Risiko nicht mehr in der Überproduktion – sondern darin, bei der notwendigen Testing-Geschwindigkeit den Anschluss zu verlieren.
Durchschnittliche Anzahl der Video-Creative-Variationen pro App nach Budget-Tier *
iOS-Media-Diversifizierung im Gaming beschleunigt sich mit bis zu +15 % YoY
Die Diversifizierung der Media-Sources im Gaming-UA zeigt klare strukturelle Unterschiede nach Plattform, Genre und Trendverlauf.
iOS-Gaming-Advertiser nutzen in den meisten Kategorien und Skalierungsstufen pro Quartal mehr Media-Sources als auf Android. Dieser Abstand tritt bei den Top-Advertisern am deutlichsten hervor: Hier bespielt iOS insgesamt rund 15 % mehr Media-Sources als Android. iOS-Advertiser erschließen mit zunehmender Skalierung weitere Kanäle, anstatt lediglich die Budgets auf bestehenden Quellen zu erhöhen.
Casino weist durchgehend den breitesten Media-Mix auf – mit durchschnittlich 6–6,5 Media-Sources pro Quartal im Large-Tier und 8–10+ im Top-Tier. Hypercasual bildet das Gegenstück und läuft bei mittlerer Skalierung typischerweise auf 4–5 Media-Sources sowie auf 6–7 im Top-Bereich. Midcore ordnet sich dazwischen ein, nähert sich mit steigender Skalierung jedoch Casino an – insbesondere auf iOS.
Die Veränderungen im Jahresvergleich unterstreichen diese strukturellen Muster. Im Casino-Bereich weitete sich die Media-Diversifizierung auf iOS über alle Tiers hinweg aus (+12–15 % YoY), während sie bei den Top-Advertisern auf Android zurückging (-8 %). Bei Casual ist das Wachstum der iOS-Diversifizierung im Medium- und Large-Tier am stärksten (+10–14 %), gefolgt von einer moderateren Expansion im Top-Tier.
Hypercasual bleibt das einzige Genre, das die Media-Breite bei Skalierung auf beiden Plattformen weiter ausbaut – mit einem Plus von 11 % YoY unter den Top-Advertisern auf Android und iOS. Midcore zeigt eine sich beschleunigende iOS-Diversifizierung über alle Tiers hinweg, insbesondere bei den Large-Advertisern (+16 %).
Durchschnittliche Anzahl der Media-Sources pro Quartal nach App-Größe *
Spielerausgaben wachsen plattformübergreifend durch Trend zu „Play Anywhere“
Gemäß den Marktdaten von Newzoo für 2025 ist der weltweite Gaming-Markt auf dem Kurs, 197 Milliarden US-Dollar zu erreichen (+7,5 % YoY), getrieben von Wachstum über alle wichtigen Ökosysteme hinweg. Für Mobile wird ein Umsatz von 108 Milliarden US-Dollar erwartet (+7,7 % YoY), während die Ausgaben auf dem PC prognostiziert bei 43 Milliarden US-Dollar (+10,4 % YoY) und auf Konsolen bei 45 Milliarden US-Dollar (+4,2 % YoY) liegen. Diese Gewinne auf Plattformebene spiegeln ein breites und nachhaltiges Engagement über verschiedene Endgeräte wider.
Die reine Plattform-Ökonomie erzählt jedoch nicht die ganze Geschichte darüber, wie Spieler agieren. Nutzer entdecken Spiele zunehmend über Social- und Creator-Kanäle, steigen auf dem Smartphone ein und geben im weiteren Verlauf Zeit und Geld auf PC und Konsole aus. Mobile dient dabei häufig als erster Touchpoint, während PC und Konsole für tieferes Engagement sowie Premium-Umsätze sorgen – der Gesamtwert baut sich somit über diese plattformübergreifenden Player Journeys auf.
Newzoo hebt zudem hervor, dass Spieler zu weniger, dafür aber tieferen Spielerlebnissen tendieren. Ein Muster, das perfekt mit geräteübergreifender Nutzung statt isolierten Sessions auf einer einzelnen Plattform korreliert. Dieser Trend unterstreicht, dass der Spielerwert nicht auf ein einziges Ökosystem beschränkt ist, selbst wenn die Ausgaben plattformweise ausgewiesen werden.
In einer „Play Anywhere“-Welt erfassen die Ausgaben auf Plattformebene zwar präzise, wie viel Spieler auf Mobile, PC und Konsole investieren. Um jedoch zu verstehen, wie dieser Wert entsteht, müssen die Signale über alle Endgeräte hinweg zusammengeführt werden – da sich Spieler regelmäßig zwischen Plattformen bewegen und ihren Wert im Laufe der Zeit über mehrere Touchpoints hinweg aufbauen.
Newzoo-Daten: Globaler Spielerumsatz nach Plattform (2022–2028F) *
- Wenn Studios den Fokus auf spielerzentrierte Monetarisierungserlebnisse legen – wie wichtig ist es für Entwickler, Einblick in die in ihren Spielen gezeigten Werbeanzeigen zu haben?
- Die Einsehbarkeit der im Spiel geschalteten Werbeanzeigen ist die Grundvoraussetzung für eine spielerzentrierte Monetarisierung. Wir betrachten Werbung als integralen Bestandteil der Player Experience. Wenn Entwickler tiefgehende Einblicke in Werbeinteraktionen haben, können sie ihre Spieler ganzheitlich über jeden Touchpoint in der App hinweg verstehen – sei es durch das Core-Gameplay oder über Anzeigen. Werbeerlebnisse beeinflussen App-Store-Bewertungen, Retention und letztlich die Marke des Studios direkt. Aus diesem Grund sollte Werbung mit derselben Sorgfalt und Intention behandelt werden wie der Kerninhalt des Spiels selbst. Unity bietet Tools wie AdQuality, die Entwicklern dabei helfen, genau zu verstehen, welche Anzeigen in ihren Apps laufen. Zudem stellen wir Diagnosefunktionen und Services bereit, die es Studios ermöglichen, ihre Spiele effektiv zu steuern. Mit diesem Ausmaß an Transparenz und Kontrolle können Entwickler proaktiv Monetarisierungskonzepte schaffen, die das Vertrauen der Nutzer stärken, und diese anhand von Performance-Kennzahlen wie Retention, ARPDAU (Average Revenue Per Daily Active User) und LTV (Lifetime Value) kontinuierlich testen und optimieren.
- Wenn IAP-fokussierte Spiele Anzeigen integrieren und IAA-getriebene Spiele IAP einführen – welche Faktoren bestimmen, wie Entwickler IAP und IAA für nachhaltige Umsätze austarieren?
- Mehrere Faktoren beeinflussen, wie Teams das Verhältnis zwischen IAP (In-App-Käufen) und IAA (In-App-Werbung) austarieren, um nachhaltige Umsätze aufzubauen. Erstens: Die Spieler dort abzuholen, wo sie stehen. Teams benötigen ein engmaschiges Verständnis des Spielerverhaltens, um zu entscheiden, wie und wann sie monetarisieren. Spieler zeigen sich häufig empfänglich für Werbung, wenn diese den Spielfortschritt unterstützt, anstatt ihn zu stören. Rewarded Ads, die Nutzern helfen, eine schwierige Hürde zu nehmen, kosmetische Gegenstände freizuschalten oder Wartezeiten zu verkürzen, erzielen tendenziell bessere Performance und verursachen weniger Frust. Zweitens: Ein durchdachtes Monetarisierungsdesign. Wenn IAP und IAA von Anfang an als Verbund und nicht als getrennte Systeme konzipiert werden, wird Monetarisierung zu einem natürlichen Teil des Core-Game-Loops – statt zu einem aufgesetzten Beiwerk. Werbung wird idealerweise eingesetzt, um Fortschritt oder Zugang zu gewähren, während sich IAP auf Personalisierung und Komfort konzentriert. Wenn diese Rollen klar definiert sind und Spieler nach Engagement sowie Zahlungsverhalten segmentiert werden, können sich beide Modelle gegenseitig verstärken und eine stabilere, langfristige Spielökonomie schaffen. Gleichzeitig verschaffen Branchendynamiken den Entwicklern mehr Flexibilität bei der Bereitstellung und Monetarisierung von IAPs – einschließlich neuer Möglichkeiten, Spieler direkter zu erreichen.
- Wie können Studios in einem überfüllten Markt die richtigen Spieler für ihre Games erreichen, und welche Dynamiken prägen heute ein effektives Discovery Management?
- Bei Discovery geht es darum, die richtigen Spieler mit den passenden Spielen im großen Maßstab zusammenzubringen. Im Moment der Akquise verfügen Studios jedoch nur über begrenzte Einblicke in das Profil eines neuen Spielers. Dadurch wird Discovery zu einer app- und plattformübergreifenden Herausforderung – bei der Plattformen einen echten strukturellen Vorteil besitzen. Was Studios selbst kontrollieren können, ist ihr tiefes Verständnis für die Kanäle und Tools, die sie zur Nutzergewinnung einsetzen. Teams, denen das gelingt, entwickeln stärkere Creatives, wählen das richtige Output-Volumen und nutzen kanalspezifische Taktiken, die über ihr gesamtes Portfolio hinweg bessere Ergebnisse erzielen. Laufend erweiterte Plattformen, die Entwicklung und Live-Operations abdecken – wie beispielsweise Unity –, können das Spielerverhalten direkt an die Art und Weise zurückkoppeln, wie Spiele entwickelt und erlebt werden. So schließt sich der Kreis zwischen Erstentdeckung und langfristigem Wachstum.
- Wie werden Fortschritte bei der KI-gestützten Modellierung die Diversifizierung von UA-Strategien im Jahr 2026 verändern, und welche Auswirkungen hat KI auf Präzisionstargeting sowie die portfolioübergreifende Allokation über Märkte und Kanäle hinweg?
- KI-gestützte Modellierung verändert die Diversifizierung in der Nutzerakquise (UA), indem sie als Produktivitätsmultiplikator wirkt. Sie ermöglicht es Studios, deutlich mehr Creatives zu erstellen und diese im Zeitverlauf kontinuierlich zu optimieren. Dieser Wandel geht weit über reine Effizienz hinaus und hat direkte Auswirkungen auf die Marketing-Effektivität. Schnellere Iterationen und gezielte Anpassungen helfen Teams dabei, Creatives und Campaign-Setups präzise auf spezifische Kanäle und Märkte zuzuschneiden, was zu einer stärkeren Gesamtleistung der UA-Maßnahmen führt. Abseits von Workflows wird KI die Funktionsweise von UA-Systemen grundlegend transformieren. Mit zunehmender Reife der Modelle wird die präzisionsbasierte Identifizierung werthaltiger Nutzer die Abhängigkeit von großen Mengen minderwertigen Traffics mit geringer Kauf- oder Engagement-Absicht schrittweise ablösen. Das Ergebnis sind relevantere Anzeigen, besser gesteuerte Werbeerlebnisse, eine optimierte Discovery sowie eine höhere Zufriedenheit und Bindung der Spieler – wovon das gesamte Ökosystem profitiert.
- Welche Rolle spielen längerfristige Optimierungsfenster bei der smarteren Budgetallokation über verschiedene Spiele, Kohorten und Märkte hinweg?
- Frühe Indikatoren wie die D1- oder D3-Retention (Day-1 / Day-3) bleiben wichtige Signale, um die Performance zu validieren und sicherzustellen, dass Kampagnen wie erwartet verlaufen. Durch die Ergänzung um längere Optimierungsfenster haben Entwickler heute mehr Möglichkeiten denn je, genau den Ansatz zu wählen, der am besten zum Nutzerverhalten und Monetarisierungsmodell ihrer App passt. Spiele mit längeren Retention-Horizonten können von erweiterten Kohorten profitieren, während sie kürzere Zeitfenster weiterhin zur Validierung, für Lernphasen oder zur Richtlinienprüfung nutzen. Einfachere Casual Games können sich hingegen weiterhin primär auf kürzere Fenster stützen. Dadurch treffen sie auf weniger Wettbewerb bei den von ihnen angesteuerten Spielerprofilen – Profile, die von Spielen mit längeren Entwicklungszyklen gegebenenfalls nachrangig behandelt werden, da diese mehr Budget in längerfristige Kohorten verlagern.
- Es gibt ein klares Spannungsfeld zwischen steigenden UA-Kosten und der Monetarisierung. Wie wird sich diese Dynamik bis 2026 entwickeln – mit oder ohne den Einfluss von KI?
- Im Jahr 2026 möchten wir Entwicklern mehr Auswahlmöglichkeiten bieten. Wahlfreiheit gibt ihnen die Kontrolle zurück – und genau dafür hat Unity schon immer gestanden. Unsere Daseinsberechtigung ist es, Spieleentwicklern zum Erfolg zu verhelfen; das liegt in unserer DNA. Und das bedeutet auch sicherzustellen, dass Akquisitionskosten und Monetarisierung nicht im Konflikt zueinander stehen. Spannungen entstehen dann, wenn die UA-Kosten steigen, ohne dass die Monetarisierung entsprechend nachzieht. Diese wachsende Lücke stellt Studios vor reale Herausforderungen beim Wachstum. Unsere Aufgabe ist es, diese Lücke zu schließen, indem wir dafür sorgen, dass UA und Monetarisierung Hand in Hand gehen. Der effektivste Weg dorthin besteht darin, Entwicklern mehr Auswahl als je zuvor zu bieten, damit sie selbst entscheiden können, welche Partner und Lösungen am besten zu ihren Bedürfnissen passen. Auf unserer Seite werden Fortschritte in der KI-getriebenen Innovation eine zentrale Rolle spielen: Sie ermöglichen eine präzisere Wertidentifizierung und ein gezielteres Targeting, wodurch das UA-Budget effizienter arbeitet und höhere Erträge liefert. Diese Effizienz wiederum erlaubt es uns, Entwicklern, die sich für eine Monetarisierung über Werbeanzeigen entscheiden, höherwertige Payouts zu ermöglichen – während gleichzeitig die Relevanz der Anzeigen steigt und unnötiger Ad-Load reduziert wird. Das Ergebnis ist ein gesünderes Ökosystem, in dem Werbeerlebnisse effizienter gestaltet sind und die gesamte Developer-Community profitiert – sowohl bei der Nutzerakquise als auch bei der Monetarisierung.
- Welche Veränderungen beim Spielerverhalten auf PC und Konsole fielen 2025 am stärksten ins Gewicht, als Games zunehmend plattformübergreifend expandierten?
- Aus Sicht des Spielerverhaltens auf PC und Konsole lag die größte Veränderung im Jahr 2025 darin, wo die Loyalität der Spieler verankert ist. Etablierte IPs bewiesen weiterhin ihre Widerstandsfähigkeit. Franchises wie Battlefield und Monster Hunter erzielen nach wie vor starke Ergebnisse, wenn sie ein wirklich überzeugendes Erlebnis liefern. Brand Equity spielt weiterhin eine wichtige Rolle, ist für sich genommen jedoch kein ausreichender Schutzwall mehr. Gleichzeitig gab es noch nie ein besseres Umfeld für virale Durchbrüche von Neueinsteigern. Titel wie Schedule I oder Peak profitierten von Creator-getriebener Discovery, Kurzvideos und rascher Amplifikation durch die Community. Sichtbarkeit wird heute weniger stark von den Plattformbetreibern reglementiert als in der Vergangenheit und stützt sich vielmehr auf das soziale Momentum. Parallel dazu lösten sich die Grenzen zwischen den Plattformen weiter auf. „Games as Platforms“ wie Roblox und Fortnite verstärkten den Trend zur Hardware-Agnostik. Spieler bewegen sich immer flüssiger zwischen Wohnzimmer, Schreibtisch, Handhelds und mobilen Kontexten – oft innerhalb desselben Ökosystems und Accounts. Das Endgerät wird nebensächlicher; was zählt, ist die Kontinuität von Identität, Spielfortschritt und sozialer Präsenz. Das Gesamtergebnis ist eine Zweiteilung: Starke Legacy-IPs können nach wie vor große Erfolge feiern, aber die heutigen Discovery-Dynamiken ermöglichen es neuen Marktteilnehmern, schneller als je zuvor zu skalieren – und Spieler folgen zunehmend Erlebnissen statt der Hardware.
- Wie verlagern sich Discovery und Aufmerksamkeit bei PC- und Konsolentiteln – insbesondere da Creator, Communities und Social-Media-Plattformen eine immer größere Rolle spielen?
- Discovery und Aufmerksamkeit für PC- und Konsolentitel haben sich entscheidend nach außerhalb der traditionellen Storefronts verlagert. Angesichts tausender jährlicher Veröffentlichungen ist es auf Plattformen wie Steam oder den Konsolen-Stores zunehmend unrealistisch geworden, ohne Top-Tier-Featuring ein nennenswertes Share of Voice zu erzielen. In der Folge entstehen Awareness und Kaufabsicht heute vorgeschaltet – über Creator, Communities und Social-Media-Plattformen. Store-Seiten sind dadurch effektiv zu reinen Konvertierungspunkten statt zu Discovery-Motoren geworden. Creator- und Community-Dynamiken fungieren mittlerweile als primäre Filter. Short-Form-Clips, Streams, Memes und updategetriebene Momente entscheiden darüber, welche Spiele überhaupt in die engere Auswahl der Spieler gelangen. Dies begünstigt Titel, die sozial eingängig und gut anzuschauen sind – nicht nur mechanisch ausgereift. Viralität wird seltener künstlich erzeugt; sie entsteht vielmehr organisch durch authentisches Engagement statt durch getimtes Kampagnen-Marketing. Noch deutlicher zeigt sich dieser Wandel bei jüngeren Zielgruppen, von denen viele signifikante Zeit in Platform-Games wie Roblox verbringen. Anstatt mit diesen Ökosystemen zu konkurrieren, nutzen Publisher sie zunehmend als Auffahrrampe. Brand- oder Native-Erlebnisse innerhalb solcher Plattformen bauen eine frühzeitige IP-Vertrautheit und emotionale Bindung auf, um Spieler später auf Premium-PC- oder Konsolentitel umzuleiten. Trotz des Reizüberflutung setzen sich zwei Hebel weiterhin durch: Hohe Produktqualität bleibt der stärkste Multiplikator – in einem Social-Media-getriebenen Umfeld skaliert Mundpropaganda rasant, und Qualität treibt die Teilbarkeit direkt an. Parallel dazu gewinnen Demos wieder an Bedeutung: Sie reduzieren Hürden, bauen Vertrauen auf und bieten sowohl Spielern als auch Creatorn eine unverbindliche Möglichkeit des Einstiegs – was in hochpreisigen Ökosystemen besonders schwer wiegt. Insgesamt wird Discovery nicht mehr zum Launch oder innerhalb von Stores gewonnen. Sie wird kontinuierlich erarbeitet – durch Erlebnisse, Empfehlungen und nachhaltige soziale Sichtbarkeit über Ökosysteme hinweg, die zunehmend außerhalb traditioneller PC- und Konsolengrenzen liegen.
- Was unterschätzen Studios am meisten, wenn sie vom Mobile-First-Wachstum in das PC- und Konsolen-Ökosystem wechseln?
- Studios, die von Mobile-First auf PC und Konsole expandieren, unterschätzen vor allem die Tiefe der Spielerwartungen, den behutsamen Umgang mit der Marke (IP-Stewardship) und die Wirkung etablierter Preismuster. PC- und Konsolenspieler erwarten vom ersten Tag an langfristigen Tiefgang, komplexe Systeme und technische Zuverlässigkeit. Reiner Content-Nachschub in hoher Frequenz reicht nicht aus; geraten das Core-Gameplay oder die Performance ins Wanken, bricht die Retention schnell ein und lässt sich nur schwer wiederherstellen. Diese Erwartungen sind eng mit der Treue gegenüber der IP verknüpft. Spieler messen neue Titel an Vorgängern, Genre-Benchmarks und dem Vertrauen, das eine Marke über Jahre aufgebaut hat. Änderungen am Design oder an der Monetarisierung werden dabei häufig als Verwässerung statt als Weiterentwicklung wahrgenommen.Verstärkt wird dies durch die geltenden Preisstrukturen: Viele erfolgreiche PC- und Konsolentitel sind nach wie vor Kauftitel (Premium/Pay-to-Play). Ein hoher Kaufpreis geht jedoch mit entsprechend hohen Erwartungen an Qualität, Vollständigkeit und eine klare Vision einher. Free-to-Play ist auf diesen Plattformen hingegen weiterhin nicht der Standard und kämpft oft schon vor dem ersten Anspielen mit dem Vorurteil minderer Qualität oder aggressiver Monetarisierung.In Kombination mit einer sehr lautstarken und technisch versierten Community werden Glaubwürdigkeit, Konsistenz und eine nachhaltige Markenpflege zu entscheidenden – und oft unterschätzten – Erfolgsfaktoren.
- Wie entwickeln sich Monetarisierungsmodelle auf PC und Konsole weiter, und was bedeutet das für Studios, die hybride oder plattformübergreifende Strategien verfolgen?
- Die Monetarisierung auf PC und Konsole hybridisiert sich weiter, aber eine isolierte Konzeption wird zusehends unmöglich, da Spiele standardmäßig auf mehreren Plattformen erscheinen. Ein fester Kaufpreis (Premium Pricing) spielt weiterhin eine zentrale Rolle – insbesondere auf PC und Konsole, wo die Vorab-Zahlung als Signal für Qualität und Vollständigkeit wahrgenommen wird. Zusätzliche Live-Monetarisierungs-Ebenen wie Cosmetics, Passes oder Erweiterungen werden zwar breitenwirksam akzeptiert, jedoch nur, wenn sie als eche Bereicherung und nicht als nachträgliche Korrektur wirken. Wenn Titel auf mehreren Plattformen expandieren, vergleichen Spieler ganz natürlich Gegenwert, Spielfortschritt und Freischaltungen. Abweichungen bei Preisen, Inhaltszugängen oder Progressionstempi zwischen PC, Konsole und anderen Endgeräten fallen schnell auf und werden oft als unfair empfunden. Was auf einer einzelnen Plattform als lokale Optimierung gedacht war, kann somit globale Folgen für Vertrauen und Retention haben. Free-to-Play bleibt zwar ein tragfähiges Modell, zeigt sich jedoch ungleich verteilt: Auf PC und Konsole konzentriert es sich weitgehend auf die führenden Schwergewichte der jeweiligen Kategorie. Neue F2P-Titel stoßen rasch auf Skepsis hinsichtlich ihrer Monetarisierungsabsichten – vor allem dann, wenn plattformübergreifende Wirtschaftssysteme unausgewogen oder undurchsichtig wirken. Für Studios ergibt sich daraus eine strukturelle Konsequenz: Monetarisierung lässt sich nicht mehr isoliert pro Plattform oder Gewinn-und-Verlust-Rechnung (P&L) optimieren. Geschäftsmodelle müssen ganzheitlich entwickelt werden und im Einklang mit der Markenpositionierung sowie der langfristigen Spielerbindung stehen – da Spieler das gesamte Ökosystem zunehmend als ein einziges, nahtloses Produkt wahrnehmen.
- Welche Märkte oder Regionen haben Sie 2025 in Bezug auf das Wachstum oder Engagement auf PC und Konsole am meisten überrascht?
- Tiago Reis, Market Analyst bei Newzoo: Wenn ich beim PC einen Markt hervorheben müsste, dann wäre es China. Der Release von Black Myth: Wukong im Jahr 2024 hatte enorme Auswirkungen auf den chinesischen PC-Markt. Wir rechneten damit, dass das Fehlen eines vergleichbaren Hits im Jahr 2025 weiteres Wachstum ausbremsen würde – insbesondere angesichts von Sättigungserscheinungen durch eine alternde Bevölkerung, ohnehin hoher Ausgaben sowie lokaler Launches, die Umsätze eher zwischen Titeln verlagerten, als den Gesamtmarkt zu vergrößern. Dennoch führten die ganzjährige Verfügbarkeit von 2024er-Releases (z. B. Marvel Rivals, Delta Force), das anhaltende Momentum der „Activision Blizzard“-Titel (World of Warcraft, Hearthstone, Overwatch) nach ihrer Rückkehr über NetEase im Jahr 2024 sowie die solide Performance bestehender Titel zu beachtlichen Zuwächsen im Jahr 2025. Das Umsatzwachstum von Branchenriesen wie Tencent und NetEase, das sich in den Finanzergebnissen der ersten neun Monate abzeichnet, deutet auf sehr gesunde Aussichten für den Gesamtmarkt hin.
- Wo sehen Sie heute die größten blinden Flecken bei Messung und Entscheidungsfindung, wenn Studios plattformübergreifend skalieren?
- Die größten blinden Flecken liegen beim Verständnis für die Ebene des einzelnen Spielers sowie im plattformübergreifenden Kontext. Viele Studios messen ihre Performance nach wie vor in isolierten Plattform-Silos – PC, Konsole, Mobile –, während sich die Spieler immer flüssiger zwischen ihnen bewegen. Die Identitätsauflösung (Identity Resolution) bleibt schwach, was es erschwert, Überschneidungen, Migrationen und echtes inkrementelles Wachstum im Vergleich zu Kannibalisierungseffekten zu erkennen. In der Folge optimieren Teams häufig pro Plattform, ohne den Gesamtwert des Spielers zu erfassen. Die Zeitallokation stellt eine weitere Lücke dar. Umsätze und MAUs (Monthly Active Users) werden zwar nachverfolgt, aber wo Spieler tatsächlich Zeit verbringen – über Geräte, Modi oder Titel innerhalb eines Portfolios hinweg –, bleibt meist im Dunkeln. Das führt zu verzerrten Prioritäten bei Live-Operations und Roadmaps. Schließlich sind Daten zwar oft im Überfluss vorhanden, werden aber unzureichend synthetisiert. Die Telemetrie erklärt zwar, was passiert ist, aber nicht, was als Nächstes zu tun ist. Organisatorische Strukturen verstärken dieses Problem zusätzlich: Plattform-GuVs (P&Ls) und regionale Zuständigkeiten begünstigen lokale Optimierungen, während das Spielererlebnis zunehmend global geprägt ist. Das Problem ist somit nicht das Fehlen von Daten, sondern die Nutzung von Messmodellen, die nicht mehr abbilden, wie Spieler heutzutage über Ökosysteme hinweg agieren.
- Was sollten Gaming-Marketer mit Blick auf das Jahr 2026 umdenken, wenn sie in einer „Play Anywhere“-Welt wachsen wollen?
- Hören Sie auf, pro Plattform zu planen. Botschaften, Creator und Kampagnen-Höhepunkte sollten sich an den Momenten der Spieler orientieren, nicht an Endgeräten. Marketing muss sich an den Live-Operations ausrichten, nicht an Launches. Und am wichtigsten: Optimieren Sie auf nachhaltige Sichtbarkeit statt auf Spikes am ersten Tag. Aufmerksamkeit wird heute kontinuierlich erarbeitet – oder stillschweigend verloren.
Während alle überstürzt KI-Tools einführen, untergräbt eine fragmentierte Datenbasis deren Effektivität. KI-gestützte Produktion erzeugt verstreute Signale über verschiedene Plattformen, Netzwerke und Tools hinweg. Verknüpfen Sie Daten aus mehreren Quellen zu einem einheitlichen Fundament, wenn Sie Ihre KI-Kapazitäten skalieren. Da KI nur so gut ist wie ihre Datenbasis, werden Teams, die präzise, zentralisierte Datensysteme aufbauen, diejenigen ausstechen, die KI-Funktionen mit fragmentierten Inputs hinterherjagen.
Während Kosten und Wettbewerb in etablierten Märkten steigen, bieten Ihnen mehrere aufstrebende Regionen echte Chancen für eine höhere Effizienz. Märkte wie die Türkei, Indien, Bangladesch, Venezuela, Nigeria, Kenia und Mexiko überzeugen durch ein starkes Wachstum bei Paid Installs sowie eine expandierende werbebasierte Monetarisierung (IAA), während einige Top-Märkte stagnieren. Nutzen Sie diese positiven Signale für eine bessere Amortisationsdynamik (Payback Dynamics) und testen Sie diese Märkte gezielt für Ihre spezifischen Genres und Plattformen.
iOS-Gaming-Advertiser nutzen bereits deutlich mehr Media-Sources als auf Android, und die Diversifizierung beschleunigt sich über alle Genres hinweg. Inkrementelles Wachstum entsteht auf iOS zunehmend dadurch, dass Sie neue Kanäle erschließen, anstatt bestehende Kanäle weiter zu überreizen. Erweitern Sie Ihre Media-Source-Abdeckung beim Skalieren systematisch. So sichern Sie sich effizientes Wachstum, federn Plattform-Schwankungen ab und erschließen ungenutzte Zielgruppen.
Die meisten KI-Anfragen konzentrieren sich derzeit auf reine Berichterstattung und Tempo. Fortschrittliche Teams setzen KI jedoch anders ein: Während Hypercasual-Studios unmittelbare Transparenz priorisieren, nutzen Genres mit höherem LTV (Lifetime Value) KI, um Schwankungen zu deuten und langfristige Entscheidungen abzusichern. Gehen Sie über einfache Performance-Reports hinaus und nutzen Sie fortschrittliche KI-Muster, um strategische Erkenntnisse aus Ihren Daten zu gewinnen, Anomalien frühzeitig zu erkennen und Ihre Live-Ops sowie Monetarisierungsstrategien gezielt zu steuern.
Creative-Performance bleibt ein Zahlenspiel, bei dem es immer schwieriger wird, echte Gewinner-Creatives zu identifizieren. Top-Spender bauen ihre Produktion kontinuierlich aus, während Mid-Tier-Advertiser mit gleichbleibender Schlagzahl ihre Chancen verringern, funktionierende Formate zu entdecken. Nutzen Sie KI-gestützte Produktions- und Mess-Tools, um Ihre Testgeschwindigkeit zu erhöhen und Ihre Chancen deutlich zu verbessern, in übersättigten Akquisekanälen die leistungsstärksten Creatives zu finden.